| Fazit: |
Eigentlich war der Satz für den Fretless bestimmt,
aber ich habe nach dem letzten Gig, wo ich mir zu brilliant
;-) klang, sie mal auf den Jazz Bass gepackt, weil ich
einen 'sanfteren' Ton wollte, ohne den Höhenregler zu
benutzen. Der Fretless bekam dafür die Dean Markley.
Tatsächlich klingen die Fender Flats nicht so obertonstark
wie z.B. D'Addarios EXL Roundwounds, aber sie klingen
auch nicht muffig oder flach. Im Gegenteil, sie haben
immer noch reichlich Obertöne und liefern eben nicht
den Sound, der einem aus den frühen Jahren im Ohr ist,
so a'la Jamerson. Liegt eventuell auch an den Pickups
(Bartolini 9S), die immer sehr hell und transparent
übertragen. Die Saiten klingen ausgewogen, das Sustain
ist etwas geringer als Roundwounds, und das Attack im
Verhältnis zum Sustain eher stärker. Es bummst etwas
mehr beim Anschlag, die Sustainkurve verläuft geringfügig
flacher, so to speak.
Auf dem Japan Precision legen die Fender Flats noch
mal einen drauf. Da der P-Pickup ehe weicher und tiefgründiger
klingt, spielen die Flatwounds eine Rolle für einen
weichen Precision-Sound.
Im Spielgefühl sind Flats schon etwas Feines. Keine
Saitengeräusche beim Lagenwechsel, sie spielen sich
einen Tucken leichter als Rounds. Mein Eindruck ist
auch immer noch, dass Flats besser intonieren als Rounds.
Auch die Saitenlage vertrug einen bisschen mehr Weg
nach unten. Es scheppert später, vielleicht wegen der
größeren Steifigkeit der Flats, die sich aber nicht
im notwendigen Kraftaufwand bemerkbar macht.
Die Fender Flats sind schon gut, jeden Falls auf dem
Bund-Bass. Der Sound wird wärmer und etwas akustischer,
weil der Anschlag in Relation zum Sustain stärker durchkommt.
Ich denke, dass im Akustiker-Rahmen Flats auf dem Bundierten
gar keine so schlechte Idee sind. Ich lasse sie erst
einmal drauf und warte die nächsten Proben und Auftritte
ab.
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