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| Rockinger (Vertrieb) Pee Bass Pickup
(Deutschland (?), 2001) |
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Großer Vergleichstest |
| Reviewer: |
Rainer Boettchers |
| Website: |
http://www.rockinger.com/ |
| Typ: |
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| Preis: |
98,-- DM (Neu) |
| Fazit: |
Was man hat stellt man am besten fest, indem man mal etwas anderes probiert.
So habe ich, da ich eh ein paar Teile für meinen Precision brauchte, den Rockinger
Pee Pickup mitbestellt. Der Vorbesitzer meines Precisions hatte den Fender Japan Pickup
durch einen Bartolini 8P ersetzt, und ich wollte einfach mal testen, wie den so ein
'normaler' Pickup klingt.
Vorbildlich, wie ich es kenne:
Donnerstag-Nachmittag bestellt, Samstag-Morgen im Briefkasten. Der Pickup besteht
aus zwei sehr simplen Hälften, an denen man den Aufbau eines Pickups prima erforschen
kann. Leider fallen die Kunststoffkappen schon in der Hand vom Spulenkörper, also keine
explizite Abschirmung, die Magnete liegen frei auf der Oberfläche zugänglich. Der PU
ist also sehr simpel aufgebaut. Eine Anleitung liegt nicht bei, lediglich vier Schrauben
für die Monateg. Sind die beiden Hälften nun identisch oder ist eine 'reversed'
gewickelt? Wie man die Pickups nun einbaut, ist also offen, bietet Varianz, denn der
Humbucking-Effekt stellt sich ja nur ein, wenn die Spulen auch richtig herum eingebaut sind.
Mit Anleitung wäre das einfacher. Also baue ich sie mal gleichsinnig ein. Wenigstens
die Kabel sind Teflon-Kabel, das ist prima.
Die beigelegten Schrauben sind zu
lang, also verwende ich die alten weiter. Die Montage ist etwas ungewohnt, weil eben
die PU-Kappen nicht mit dem Spulenkörper verbunden sind. Etwas Polyester-Harz oder hartes
Wachs könnte da helfen. Aber kein wirkliches Problem.
Dann also an die J-Station.
Erster Effekt: obwohl alles richtig verdrahtet stellt sich ein zirpendes Nebengeräusch
ein, das bei Berühren der offenen Magnete noch stärker wird. Hat man die Hand an
den Saiten, ist es ganz ok. Das kannte ich von den 8Ps so nicht, die sind geschirmt
und komplett vergossen. Zum Kern der Sache: Sound.
Für einen Pickup
unter 100,-- DM und für die simple Bauweise klingt der Pee nicht schlecht. Die
Bässe sind recht straff, die Höhen kommen sehr prägnant, hart an der Grenze
zu scharf, jedenfalls für einen Fingernagel-Spieler wie mich. Es ist schon ein
P-Sound, da stimmt die Produkt-Beschreibung. Nun zum Vergleich mit dem Bartolini
8P.
Die Höhen des 8P sind gedeckter, aber auch angenehmer und transparenter, der
Mittenbereich straffer als beim Pee. Der Pee liefert etwas mehr Druck unten herum als der 8P. Im
Gesamtbild ist der Bartolini homogener, ausgeglichener, auch die Balance der Saiten ist
besser, da der 8P Klingen-Magnete hat, der Pee je zwei Stabmagnete neben der Saitenlage.
Der 8P hat im Sound einfach die Nase vorn, man muss aber auch bedenken, dass er damals das
Doppelte gekostet hat als der Pee.
Der Pee klingt definitiv nicht schlecht. Als Ersatz
für einen Squier-Pickup ist er sicher ein Fortschritt. An den 8P kann er nicht herankommen,
der bringt mehr Transparenz und Ausgeglichenheit, ist im Treble-Bereich nicht so bissig. Für
mich ein wichtiges Manko: die Störempfindlichkeit des Pee, dagegen herrscht beim 8P
Grabesstille, ob mit Händen an den Saiten oder ohne.
Tja, mal wieder ein
Fall für eBay ...
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| Bewertung: |
| Stabilität/Zuverlässigkeit: | 5 / 10 |
| Nutzen: | 6 / 10 |
| Features: | 6 / 10 |
| Preis/Leistung: | 8 / 10 |
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| GESAMT: | 7 / 10 |
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