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| ESP SH-100
(Japan, ???) |
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Der Brüller |
| Reviewer: |
Oliver O//i Pettenpaul |
| Bild: |
http://members.tripod.de/darklight/gimages/panama_body_front_mid.jpg |
| Typ: |
Humbucker in Singlecoilformat, passiv |
| Preis: |
56 DM (Gebraucht) |
| Fazit: |
Der SH-100 ist ein Humbucker in Singlecoilformat.
Die zwei durchgehenden Magnetblades lassen den Pickup als Zwillingsbruder des
Seymour-Dampfhahn Hotrails erscheinen. Hoher Output wird vermutet. Den Pickup erwarb
ich ueber eBay zu einem moderaten Preis. Der Vorbesitzer hatte die Originalpickups
seiner ESP gegen ein aktives System getauscht. Den SH-100 sollte es aber auch
als Replacementteil geben. ESP verbaut den Pickup aktuell nur in der
Mittenposition (macht fuer mich keinen Sinn), frueher wenn ich
mich recht entsinne auch als Halspickup. Soweit zur Therorie, nun zur
Praxis:
Alle 4 Spulenenden sind herausgefuehrt, womit alle denkbaren
Humbuckerschaltungen moeglich sind. In Serie geschaltet bringen die beiden Spulen
einen Gleichstromwiderstand von 14,4KOhm. Der Pickup findet seinen Weg in
die Halsposition meiner Blade Panama Strat neben einen Fender American Standard
Singlecoil in der Mittenposition. Ueber den 5-Weg Schalter laeuft der SH in
Position 5 als Humbucker in Serienschaltung, in der Zwischenposition 4 gesplittet
mit dem Fender zusammen. Mittels Edding Lackstift verpasse ich dem ESP noch
professionell (?) ein weisses Koepfchen passend zu seinen Kollegen in
der Gitarre. Erster Test: Schade, der Pickup laeuft out of
phase zum Mittelpickup. In Ermangelung einer Anschlussbelegung konnte ich die
Phase nur raten. Also flux umgepolt, nun klappt's auch mit dem Nachbarn
:) Erster Eindruck: Oh Mann, der Pickup ist heeeiiissss. Das Baby
ist ein Bratrohr mit ziemlich hohem Output. Clean gespielt gibt er ungesplittet
einen sehr warmen lauten Sound, die Halsposition gibt ihr uebriges fuer einen
bassigen Charakter. Schoen fuer Blueslicks, auch dem Jazzer koennt's gefallen.
Verzerrt faengt der Pickup an zu singen. Schoene fette Leadlines mit ewigem Sustain
sind kein Problem. Dabei fehlt es dem SH jedoch etwas an Charakter, der Ton
wirkt komprimiert und etwas unlebendig. Gegenueber anderen Pickups sind aufgrund
der hohen Ausgangsleistung Verstaerkersettings mit etwas weniger Gain zu
empfehlen, damit's nicht allzu platt und undynamisch klingt. Nun zur
Zwischenstellung: Gesplittet mit dem Singlecoil zusammen relativiert sich der hohe
Output. Das Paerchen ergibt einen eher modernen Stratsound, wenig vintagemaessig.
Der Sound hat mehr praesente Mitten und ist weniger "schmatzig" (hach,
diese Gitarrenvokabeln) als eine eine reine Singlecoilkombination, ist
recht durchsetzungsfaehig, laesst aber auch etwas Charakter vermissen. Die G-Saite
wirkt gegenueber den anderen leicht unterbelichtet. Pickuppfeifen konnte ich
dem ESP auch bei hohen Lautstaerken und Gainsettings nicht entlocken, gut
so.
Fazit: Der Pickup ist ein Powerhumbucker mit leichten
Charakterschwaechen. Gesplittet bietet er erwartungsgemaess keine sonderlich
singlecoilnahe Sounds. Am Steg ist er in einer Strat wahrscheinlich am besten
aufgehoben, in der Mittenposition waere er fuer mich voellig deplaziert.
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| Bewertung: |
| Stabilität/Zuverlässigkeit: | 8 / 10 |
| Nutzen: | 6 / 10 |
| Features: | ? / 10 |
| Preis/Leistung: | 8 / 10 |
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| GESAMT: | 7 / 10 |
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