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| Paul Reed Smith 10th Anniversary
(USA, 1995) |
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PRS feiert sich selbst... und wirft ne Superparty ! |
| Reviewer: |
Talking Hands |
| Website: |
http://www.prsguitars.com/showcase/discontinued/an.htm |
| Typ: |
Elektrisch Magnet-PUs |
| Preis: |
5700 $US (Gebraucht) |
| Korpus: |
Suedamerikanisches Mahagony, mit big leaf maple-Decke |
| Hardware: |
Goldhardware, stop tail piece, PRS locking tuner |
| Hals: |
Suedamerikanisches Mahagony |
| Griffbrett: |
Ebenholz, lasergeschnittene Abalone birds, sowie Abalone-Binding |
| Bundierung: |
22 Buende |
| Pickups: |
McCarty Serie (passiv) |
| Elektronik: |
Volume & Tone ( letzter Pull-poti fuer SC-Schaltung ), Dreiwegtoggle (passiv) |
| Fazit: |
Eine absolute Traumgitarre, ausserdem sehr exquisit... habe im Augenblick
kein Foto online, sorry ! Also, 1995 baute PRS zum Anlass des zehnten
Firmenjubilaeums ( im Geschaeft war Paul aber laenger ) 200 enorm luxurioese,
hochqualitative und wunderschoene Instrumente... die 10th Anniversary-Modelle, die auf
der McCarty-Serie beruhen. Alle Modelle werden als "10tops" gefuehrt, verfuegen
also ueber eine wunderschoene Decke. Mein Modell ist einfach bezaubernd, in einer Art
"Champaigne quilt" gefaerbten Decke. Ich habe noch zwei andere Modelle gesehen,
keines kam in Sachen Aussehen an diese ran. ( Mag Geschmackssache sein ) Der Hals
( Profil: Wide fat ) ist verleimt ( wer PRS' Bauweise kennt, weiss, dass
deren Verleimungen und Verschraubungen fast mit Neck-Thru-Konstruktionen vergleichbar sind
). Das Griffbrett ist mit wunderschoenen Gold-Abalone-Einbindungen verziert, und die
Birds ( durch Praezisionschnitt um einiges detaillierter als Standardbirds ) bestehen
ebenfalls aus einer Gold-Abalone-Mischung. Wie klingt sie denn nun ? Ich bin immer
kritisch, was den Sound bei solch praezisen Instrumenten angeht.. habe schon diverse
Luxusmodelle getestet, die unglaublich gut aussahen ( z.B. ne Menge Perlmutt-Verzierungen
oder andere Sachen auf dem Korpus oder sonstwo ), aber eher schwach
klangen. Testamps waren ein Rivera 100DuoTwelve sowie ein Boogie Mark IV. Die Gitarre
hatte ich mit D'Addario XL120-saiten bestueckt. Also, clean die ersten
Ueberraschungen...selbst die puren Humbuckersounds klangen klasse... die Zwischenposition
mit einem netten Twangsound, die Halsposition knackig und gleichzeitig warm... mit
zugedrehtem Tonepoti ging es eher in die jazzige Ecke, ohne jemals muffig zu
klingen. Das klingt jetzt alles so la-la, aber ich sage Euch: Ich kam aus dem
Spielen gar nicht mehr heraus, so viel Spass hat mir das Ding gemacht. Dann Tone-Poti
herausgezogen, um zur Singlecoil-Schaltung zu kommen. Selbst der Bridge-Pu klang nicht
zu schraebbelig oder zu hoehenreich. Glaubt es oder nicht, in der Zwischenposition gab
es einen tollen Mark Knopfler-Cleansound ! In der Halsposition gab es eine schoene
Mischung zwischen "warm/singend" und "knackig" sowie "perlend" ( Hach,
ich liebe all die Gitarristenfachwoerter ! =) ) Mit etwas Chorus hatte ich
damit dem Boogie ueber diese Gitarre einen tollen "LA-Sound" ! Dann in der
Zwischenposition ein wenig Country-Twang, zur Humbuckerschaltung gewechselt, mehr
Twang usw. Ein Mordsspass !
Dann zu Boogie's Kanal No.2, Crunch.
Hier ueberzeugte die Gitarre auf voller Linie. Druckvoll, satt, nie matschig oder
duenn, egal bei welcher Pickup-schaltung. Die Singlecoilvariante gab hier eine tolle
Twang-Nummer, waehrend die Humbucker gut bluesig kamen. Riffs machten genausoviel
spass ( wegen Druck und Artikulation ) wie Solopassagen. Dann zu Kanal 3 &
4 ( bei mir Leadkanal und Leadkanal mit EQ )/ Hier war es dann um mich
geschehen... was fuer ein Sound ! Ich habe selten eine so ausgeglichene Gitarre
gehoert. Druckvoll, satt, praegnant, singend. Obertoene waren ganz einfach
herauszukitzeln, und "pinch harmonics" kamen ueber das ganze Griffbrett verteilt
sehr einfach und klar ! Die pickups reagierten ungemein natuerlich, wobei sie immer
sehr dynamisch waren. Die McCarty-Pickups sind ja auf keinen Fall die
"heissesten" PU's im PRS-Program, aber was die Gitarre hier in der
Stegposition abdrueckte, war ganz unglaublich. Die McCarty's gefielen mir sogar noch
besser als die HFS in meinen anderen PRS-Modellen...vielleicht gerade weil die Pickups nicht
ganz so "hotrodded" sind und deswegen artikulierter reagieren. Also, kein
Matsch, selbst komplexere Voicings kommen ungemein sauber durch. Die Mittelposition
schoen mittig, mit einem recht warmen TOn, der trotzdem nie an Brillianz und Druck
verlor. In der Halsposition dann "Tone Heaven". Irgendwie fuehlte ich mich stark
an gute aeltere Les Pauls erinnert ( daran sind McCarty's ja angelehnt ) ... ein
warmer, sahniger und singender violinengleicher Ton, druckvoll und rund. Mit
heruntergeregeltem Tonepoti ein wunderschoener Leadton, vielleicht etwas brillianter
als der '59 "woman tone", aber mit einer ganz eigenen Klasse. Und selbst
die Singlecoils klangen hervorragend in diesem Kanal, sehr vintage-Strat like,
vielleicht noch etwas runder und fetter.
Fazit ? Eine Gitarre, die einfach
Spass macht. Der wide-fat-Hals war Gewoehnungssache fuer mich, ist halt runder als
wide-thin-Profile, aber nach einiger Eingewoehnungszeit liess sich das Instrument sehr
mellow spielen. Ich hatte ja erst meine Zweifel, ob diese Gitarre es auch
soundmaessig bringt, dies ist inzwischen revidiert, und ganz im Gegenteil: Ich sehe
das wunderschoene Outfit sogar eher als "icing on the cake", weil dies einfach ein
wunderbar klingendes Instrument ist, viel facettenreicher und vielseitiger als
erwartet, im Endeffekt also eine Luxusvariante der mcCarty. Der Test hat
unglaublich Spass gemacht, und auch heute noch nehme ich das Instrument gerne zur
Hand. Hier kommt allerdings der Nachteil: Fuer Gigs lasse ich sie lieber zuHause, denn
sie ist nun einfach auch eine Wertanlage und mit dem entspannten Bier waere es nichts fuer
mich, weil es halt ein Risiko ist, so etwas in die Clubs zu schleppen... nicht nur
was Diebstahlsgefahr angeht. Im Studio kam sie bereits zweimal zum EInsatz und hat
mich nicht enttaeuscht. Ansonsten halt nicht nur ein Sammlerinstrument und
Wertanlage, sondern ein durchweg rundes, wunderschoen klingendes Instrument. Man
mag den Praxiswert bezweifeln, weil die 10th Anniversary halt behuetet werden will und
ein Diebstahlsrisiko darstellt, aber ich denke mir, wer soviel anlegt ist entweder
ein Sammler, oder ein Spieler, der den Sound der Gitarre sowie das Aeussere
schaetzt und mit Vorsicht die Gelegenheiten waehlt, bei dem er sie einsetzt.
Die
10th Anniversary ist bereits ein Sammlerstueck, und alle 200 Modelle sind entweder im
Gebrauchtumlauf oder bereits in guten Haenden. Man kann aber teilweise immer noch
diverse Modelle ergattern.
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| Bewertung: |
| Bespielbarkeit: | 10 / 10 |
| Sound: | 10 / 10 |
| Optik: | 10 / 10 |
| Preis/Leistung: | ? / 10 |
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| GESAMT: | 10 / 10 |
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