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Korg/Toneworks Pandora PX4B (gebraucht gekauft, 2004)
Toneworks PX4B
Reviewer: Walter Gerten
Bild: www.korg.de/products/endprodukt.asp?art
Website: www.korg.de/products/endprodukt.asp?art
Typ: Sonstiges
Effekte: Multi-Effekt
Preis: 159.- Euro (Gebraucht)
Eingänge: 2, Bass, Aux, Netzteil
Ausgänge: 1, Universalausgang Amp - Phones
Fazit:

Toneworks Px4B
Vielleicht noch ne Meinung zum Pandora-Döschen von Korg-Toneworks, ohne die bereits hinreichen erwähnten Features zu wiederholen. Meiner Meinung nach das ideale Gerät zum Alleineüben via Kopfhörer oder HiFi-Anlage. Wahlweise mit angeschlossenem CD-Player, oder ohne. Die Rhythmus-Option kann man natürlich auch verwenden, vor allem, weil sie im Sound und in der Vielfalt meilenweit besser geworden ist gegenüber dem 3er, und weil man im CHAIN-Modus Ketten aus einzelnen Patterns und Fill-Ins bilden kann mit Rhythmus-Wechseln. Das läßt sich sogar im Band-Gefüge verwenden.

Beim Zusammenspiel mit anderen Musikern, wenn die Pandora über den Amp läuft, liegen die Sound-Verhältnisse etwas anders. Hier sollte man auf jeden Fall die Presets überarbeiten und eigene Einstellungen erstellen. Die Amp-Simulationen und die virtuellen Boxenkonstellationen sind zwar über den Kopfhörer eine feine Sache für das räumliche Feeling, aber über die Combo bringen sie viel zu viele Hallanteile und sonstige Modelings in den Sound und machen diesen konturlos und matschig. Also Achtung - lieber beides ausschalten und auch die Hall und Echoeffekte auf ein notwendiges Maß reduzieren (wenn man sie überhaupt verwenden will). Über die Amp-Simulation geht beim Abwählen leider auch der Equalizer verloren. Daher im Einzelfall prüfen, ob dieser benötigt wird, oder ob die Störfaktoren sich auch bereits durch das Wegnehmen der Boxensimulation beseitigen lassen. Dann liefert die Pandora auch im Session-Betrieb einen vielseitigen und soundstarken Effektprozessor. Die Bedienung ist supereinfach und die meisten Effekte arbeiten sauber und deutlich.

Nach vier Wochen vielfältiger Erprobung kann ich das PX4B nur weiterempfehlen, auch wenn es ein wenig Rauschen produziert, je nach Einstellung. Dieses liegt immer noch erheblich unter dem Rauschpegel der meisten Röhrenverstärker und PA-Anlagen.

Man muß das Kästchen als das nehmen, was es ist: Ein idealer Reisebegleiter für Bassisten, auch gut, um draußen im Garten zu üben. Dafür hat es alles an Bord, was man braucht. Zudem läßt es sich mit gewissen konzeptbedingten Einschränkungen auch in der Band einsetzen, und gar nicht mal schlecht. Es ist aber weder ein vollwertiges Recording-Tool, noch ein ausgewachsener Multieffektprozessor und Amp-Simulator, hat aber von beiden genügend Eigenschaften und Fähigkeiten für den Normalo wie mich und macht zudem noch eine Menge Spaß wegen der möglichen Soundtüfteleien (siehe den eingebauten Synthesizer).

Ein kleines Manko würde ich gerne am Schluß noch anfügen: Man kann zwar die Ampsimulation über das entsprechende Rädchen ändern und die passende Boxensimutation wird gleich mit angepasst, aber ganz abschalten läßt sie sich so nicht. Eine solche Stellung am Rad bitte noch anfügen, damit man für diese Funktion nicht in den Edit-Modus muß. Umgekehrt geht's aber. Hat man ein Preset ohne Amp-Sim, so kann man sie über das Rad dazunehmen.

Bewertung:
Stabilität/Zuverlässigkeit:9 / 10
Sound:9 / 10
Bedienbarkeit/Features:10 / 10
Preis/Leistung:10 / 10

GESAMT:9 / 10
 
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