| Fazit: |
Toneworks Px4B
Vielleicht noch ne Meinung zum Pandora-Döschen von Korg-Toneworks,
ohne die bereits hinreichen erwähnten Features zu wiederholen.
Meiner Meinung nach das ideale Gerät zum Alleineüben via Kopfhörer
oder HiFi-Anlage. Wahlweise mit angeschlossenem CD-Player, oder
ohne. Die Rhythmus-Option kann man natürlich auch verwenden, vor
allem, weil sie im Sound und in der Vielfalt meilenweit besser
geworden ist gegenüber dem 3er, und weil man im CHAIN-Modus Ketten
aus einzelnen Patterns und Fill-Ins bilden kann mit Rhythmus-Wechseln.
Das läßt sich sogar im Band-Gefüge verwenden.
Beim Zusammenspiel mit anderen Musikern, wenn die Pandora über
den Amp läuft, liegen die Sound-Verhältnisse etwas anders. Hier
sollte man auf jeden Fall die Presets überarbeiten und eigene
Einstellungen erstellen. Die Amp-Simulationen und die virtuellen
Boxenkonstellationen sind zwar über den Kopfhörer eine feine Sache
für das räumliche Feeling, aber über die Combo bringen sie viel
zu viele Hallanteile und sonstige Modelings in den Sound und machen
diesen konturlos und matschig. Also Achtung - lieber beides ausschalten
und auch die Hall und Echoeffekte auf ein notwendiges Maß reduzieren
(wenn man sie überhaupt verwenden will). Über die Amp-Simulation
geht beim Abwählen leider auch der Equalizer verloren. Daher im
Einzelfall prüfen, ob dieser benötigt wird, oder ob die Störfaktoren
sich auch bereits durch das Wegnehmen der Boxensimulation beseitigen
lassen. Dann liefert die Pandora auch im Session-Betrieb einen
vielseitigen und soundstarken Effektprozessor.
Die Bedienung ist supereinfach und die meisten Effekte arbeiten
sauber und deutlich.
Nach vier Wochen vielfältiger Erprobung kann ich das PX4B nur
weiterempfehlen, auch wenn es ein wenig Rauschen produziert, je
nach Einstellung. Dieses liegt immer noch erheblich unter dem
Rauschpegel der meisten Röhrenverstärker und PA-Anlagen.
Man muß das Kästchen als das nehmen, was es ist: Ein idealer
Reisebegleiter für Bassisten, auch gut, um draußen im Garten zu
üben. Dafür hat es alles an Bord, was man braucht. Zudem läßt
es sich mit gewissen konzeptbedingten Einschränkungen auch in
der Band einsetzen, und gar nicht mal schlecht. Es ist aber weder
ein vollwertiges Recording-Tool, noch ein ausgewachsener Multieffektprozessor
und Amp-Simulator, hat aber von beiden genügend Eigenschaften
und Fähigkeiten für den Normalo wie mich und macht zudem noch
eine Menge Spaß wegen der möglichen Soundtüfteleien (siehe den
eingebauten Synthesizer).
Ein kleines Manko würde ich gerne am Schluß noch anfügen: Man
kann zwar die Ampsimulation über das entsprechende Rädchen ändern
und die passende Boxensimutation wird gleich mit angepasst, aber
ganz abschalten läßt sie sich so nicht. Eine solche Stellung am
Rad bitte noch anfügen, damit man für diese Funktion nicht in
den Edit-Modus muß. Umgekehrt geht's aber. Hat man ein Preset
ohne Amp-Sim, so kann man sie über das Rad dazunehmen.
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