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Korg Toneworks Pandora PX3B Bass (thomann, 2002)
Toneworks Pandora PX3B
Reviewer: Walter Gerten
Bild: http://www.toneworks.de
Website: http://www.toneworks.de
Typ: Bass-Multi Boden
Effekte: Multi-Effekt
Preis: 179.- Euro (Neu)
Eingänge: Klinke-Bass, Miniklinke-AUX, Netzteil
Ausgänge: Klinke-OUT, Kopfhörer
Fazit:

Die kleine Wunderkiste Pandora PX3B von Korg Toneworks bietet eine ganze Menge Möglichkeiten:
Batterie oder Netzbetrieb, Tuner, 44 Effektvariationen, "REMS"-Technologie zur Klangerzeugung, was auch immer das bedeuten mag - aber die Soundwiedergabe überzeugt. 50 voreingestellte Programme plus 50 Speicherplätze für eigene Programme Rhythmus-Trainer mit 50 Patterns, Geschwindigkeit und Lautstärke einstellbar.
Bass-Amp-Simulation mit sechs verschiedenen Modellen Equalizer, Vier-Band Hyper-Bass-Boost Phrase-Trainer zur Aufnahme von 16 Sekunden eigener Läufe oder von CD-Spieler oder Walkman-Sequenzen AUX Eingang, um zu einer angeschlossenen Musik-Quelle zu üben. Endlosregler zur Effekteinstellung, zur Lautstärkeregelung oder zur Rhythmus-Auswahl.

Alle Funktionen werden auf dem (wahlweise beleuchteten) Display abgezeigt. Statt einer umfassenden Lobhudelei nur kurz folgende Eindrücke: Alle oben genannten Funktionen funktionieren einwandfrei. Die voreingestellten Programme sind wie üblich bei Multieffektgeräten teilweise etwas bombastisch ausgefallen, man will halt zeigen, was alles geht. Aber das stört nicht weiter, der Bassist modifiziert und speichert sowieso so lange, bis er seine eigenen Sounds abrufbereit hat, die er sich vorstellt.

Die Effekte sind etwas sparsamer ausgefallen als beispielsweise beim AX1B aus dem gleichen Hause; aber nachdem alles ausprobiert und am Endlosrädchen rauf- und runtergedreht wurde, beschränkt man sich eh wieder auf vernüftigen Effektgebrauch. Die Effekte sind, (wie auch beim AX1B) nur in einem Parameter variabel. Das mag aber auch vom Hersteller mit gutem Überblick so gewollt sein und trotzdem zu guten Ergebnissen führen. Zumindest wird die Flut an Möglichkeiten nutzerfreundlich reduziert. Dies möchte ich hier als "in meinem Sinne" bezeichnen, weil endlose Spielereien an Tastern und Knöpfchen zur Feintrimmung eines bestimmten Effektes sonst leicht zur Manie auswachsen können. Stattdessen sind Phaser, Flanger, Pitch und Chorus in jeweils vier Variationen vorhanden. Dazu kommen zwei Autowah, Vibe, Tremolo, Pan und Filter. Bei den Dynamik-Effekten findet man Compressor, Overdrive, Distortion, Oktaver und Oktavdistortion. Die Delay-Reverb-Sektion umfaßt Room, Room2, Garage, Garage2, Hall, Arena und Delays von 40 bis 2000! ms. Nachgeschaltet ist eine Noisereduction , die Namensvergabe für das fertige Programm (bis zu fünf Zeichen) sowie die Leveleinstellung für den Programmpegel.

Dank des vorhanden Hyper-Bass-Boost und der Verstärkersimulation kann man prima über Kopfhörer spielen. Bei guten Akkus und ausgeschalteter Displaybeleuchtung (läßt sich trotzdem am Tag noch gut ablesen) hat man die Möglichkeit, auch mal im Garten oder auf der Wiese zu üben. Rhythmus dazugeschaltet und los. Was meiner Meinung nach ein tolles Feature darstellt, ist die AUX-Buchse für den CD-Spieler. Man holt sich seinen Lieblingsbassisten (sagen wir mal, äh, Jack Bruce) und versucht, seine Licks zu spielen. Nebenbei wird versucht, seinen Sound hinzukriegen und abzuspeichern. Das Gerät ermöglicht auch, die Bassfrequenz herauszufiltern, um so den guten Jack durch den eigenen Bass zu ersetzen. Allerdings zieht man dabei doch aus der ganzen Mucke die tiefen Frequenzen heraus; muß nicht sein.

Zwei konzeptionelle Mängel zum Schluß:
Erstens ist das Teil zu leicht und zu klein (haha). Nein, das bedeutet in der Praxis, man weiß nicht so recht, wohin damit. Auf dem Amp oder auf dem Tisch wird's immer wieder von dem schweren Kabel heruntergezogen und landet auf dem Boden. Man sollte die Möglichkeit vorsehen, einen Gurt- oder Gürtelhaken auf der Rückseite anzubringen. Ich persönlich habe mir ein Kästchen gebastelt, mit dessen Hilfe ich die Pandora am Bass unten am Gurtclip einhängen kann. Zweitens fehlt noch ein klitzekleines Fußpedal an der rechten Seite (nochmal haha).
Noch zwei positive Anmerkungen: Der integrierte Tuner scheint ziemlich gut zu sein. Das Gerät ist prima zum Anschluß an die PC-Soundkarte geeignet, um rauschfreie Spuren direkt einzuspielen.

Bewertung:
Stabilität/Zuverlässigkeit:10 / 10
Sound:9 / 10
Bedienbarkeit/Features:10 / 10
Preis/Leistung:10 / 10

GESAMT:10 / 10
 
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