| Fazit: |
Die kleine Wunderkiste Pandora PX3B von Korg Toneworks
bietet eine ganze Menge Möglichkeiten:
Batterie oder Netzbetrieb, Tuner, 44 Effektvariationen,
"REMS"-Technologie zur Klangerzeugung, was auch immer
das bedeuten mag - aber die Soundwiedergabe überzeugt.
50 voreingestellte Programme plus 50 Speicherplätze
für eigene Programme Rhythmus-Trainer mit 50 Patterns,
Geschwindigkeit und Lautstärke einstellbar.
Bass-Amp-Simulation mit sechs verschiedenen Modellen
Equalizer, Vier-Band Hyper-Bass-Boost Phrase-Trainer
zur Aufnahme von 16 Sekunden eigener Läufe oder von
CD-Spieler oder Walkman-Sequenzen AUX Eingang, um zu
einer angeschlossenen Musik-Quelle zu üben. Endlosregler
zur Effekteinstellung, zur Lautstärkeregelung oder zur
Rhythmus-Auswahl.
Alle Funktionen werden auf dem (wahlweise beleuchteten)
Display abgezeigt. Statt einer umfassenden Lobhudelei
nur kurz folgende Eindrücke: Alle oben genannten Funktionen
funktionieren einwandfrei. Die voreingestellten Programme
sind wie üblich bei Multieffektgeräten teilweise etwas
bombastisch ausgefallen, man will halt zeigen, was alles
geht. Aber das stört nicht weiter, der Bassist modifiziert
und speichert sowieso so lange, bis er seine eigenen
Sounds abrufbereit hat, die er sich vorstellt.
Die Effekte sind etwas sparsamer ausgefallen als beispielsweise
beim AX1B aus dem gleichen Hause; aber nachdem alles
ausprobiert und am Endlosrädchen rauf- und runtergedreht
wurde, beschränkt man sich eh wieder auf vernüftigen
Effektgebrauch. Die Effekte sind, (wie auch beim AX1B)
nur in einem Parameter variabel. Das mag aber auch vom
Hersteller mit gutem Überblick so gewollt sein und trotzdem
zu guten Ergebnissen führen. Zumindest wird die Flut
an Möglichkeiten nutzerfreundlich reduziert. Dies möchte
ich hier als "in meinem Sinne" bezeichnen, weil endlose
Spielereien an Tastern und Knöpfchen zur Feintrimmung
eines bestimmten Effektes sonst leicht zur Manie auswachsen
können. Stattdessen sind Phaser, Flanger, Pitch und
Chorus in jeweils vier Variationen vorhanden. Dazu kommen
zwei Autowah, Vibe, Tremolo, Pan und Filter. Bei den
Dynamik-Effekten findet man Compressor, Overdrive, Distortion,
Oktaver und Oktavdistortion. Die Delay-Reverb-Sektion
umfaßt Room, Room2, Garage, Garage2, Hall, Arena und
Delays von 40 bis 2000! ms. Nachgeschaltet ist eine
Noisereduction , die Namensvergabe für das fertige Programm
(bis zu fünf Zeichen) sowie die Leveleinstellung für
den Programmpegel.
Dank des vorhanden Hyper-Bass-Boost und der Verstärkersimulation
kann man prima über Kopfhörer spielen. Bei guten Akkus
und ausgeschalteter Displaybeleuchtung (läßt sich trotzdem
am Tag noch gut ablesen) hat man die Möglichkeit, auch
mal im Garten oder auf der Wiese zu üben. Rhythmus dazugeschaltet
und los. Was meiner Meinung nach ein tolles Feature
darstellt, ist die AUX-Buchse für den CD-Spieler. Man
holt sich seinen Lieblingsbassisten (sagen wir mal,
äh, Jack Bruce) und versucht, seine Licks zu spielen.
Nebenbei wird versucht, seinen Sound hinzukriegen und
abzuspeichern. Das Gerät ermöglicht auch, die Bassfrequenz
herauszufiltern, um so den guten Jack durch den eigenen
Bass zu ersetzen. Allerdings zieht man dabei doch aus
der ganzen Mucke die tiefen Frequenzen heraus; muß nicht
sein.
Zwei konzeptionelle Mängel zum Schluß:
Erstens ist das Teil zu leicht und zu klein (haha).
Nein, das bedeutet in der Praxis, man weiß nicht so
recht, wohin damit. Auf dem Amp oder auf dem Tisch wird's
immer wieder von dem schweren Kabel heruntergezogen
und landet auf dem Boden. Man sollte die Möglichkeit
vorsehen, einen Gurt- oder Gürtelhaken auf der Rückseite
anzubringen. Ich persönlich habe mir ein Kästchen gebastelt,
mit dessen Hilfe ich die Pandora am Bass unten am Gurtclip
einhängen kann. Zweitens fehlt noch ein klitzekleines
Fußpedal an der rechten Seite (nochmal haha).
Noch zwei positive Anmerkungen: Der integrierte Tuner
scheint ziemlich gut zu sein. Das Gerät ist prima zum
Anschluß an die PC-Soundkarte geeignet, um rauschfreie
Spuren direkt einzuspielen.
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