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{title} |
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| Eventide Eclipse
(USA, 2004) |
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Die verrücktesten Sachen in Studioqualität |
| Reviewer: |
Rainer Straschill |
| Bild: |
http://www.eventide.com/eclipse/ecl_f_vbig.jpg |
| Website: |
http://www.eventide.com/eclipse/eclipse.htm |
| Typ: |
Studio Rack |
| Effekte: |
Multi-Effekt |
| Preis: |
1400 Euro (Neu) |
| Eingänge: |
2x analog (1/4'', XLR), AES/EBU, S/PDIF, TOSLINK, 2 Pedale, MIDI-Trio, RS232C |
| Ausgänge: |
2x analog (1/4'', XLR), AES/EBU, S/PDIF, TOSLINK. RS232C |
| Fazit: |
Naja, Eventide, viel muß man nicht sagen. Die coolsten Pitchshifter
auf dem Planeten Erde sind ihr Ruf...das Ding kann natürlich
noch viel mehr. Mit der fünffachen Prozessorleistung des klassischen
H3000 bleibt Eventide technologisch auch im 21. Jahrhundert noch
zeitgemäß.
Zu den Anschlüssen: besser kanns
eigentlich nicht sein. Analog als Klinke und XLR, mit in weitem
Bereich regelbarem Pegel, außerdem digital als AES/EBU,
S/PDIF (coax und optisch) und TOSLINK. Dazu kommt das MIDI-Trio
(am Eingang mit nem siebenpoligen Stecker um spezielle Floorboards
stromzuverstorgen) und eine RS232C zum direkten Anschluß
an den PC...warum ist das eigentlich kein USB (den man dann
auch als Digital I/O verwenden könnte?) Schade...
Das Eventide User Interface ist unwesentlich verändert, wenn es
auch auf einer Höheneinheit etwas "zusammengerückt" ist. Dennoch,
das große Parameterwheel und die Zehnertastatur bleiben.
Die (rein meßtechnische) Klangqualität
ist den rein technischen Features angemessen - und die heißen
hier 24 Bit und Sampleraten bis 96kHz. Ich habe den Eindruck,
daß die analogen Eingänge obenrum etwas komprimieren - was
speziell für den Einsatz mit Gitarre/Bass ganz und gar nicht
schlecht ist (und außerdem ungewünschtes Clipping des Wandlers
verhindert)...und wer wirklich über die ganzen 24bit superlinear
sein will, kann sich ja eines externen Wandlers bedienen. Drückt
man den Bypass-Knopf, dann wird wahlweise der Eingang per Relais
auf den Ausgang durchgeschleift (was nur die XLRs betrifft),
oder der DSP-Block umgangen, oder aber das Gerät stummgeschaltet.
Die trickreiche Möglichkeit a la z.B. Line6 DL4 mit bypass
nur den Eingang stummzuschalten vermißt man, aber das kann
man sich mit einem Hotkey bei den dafür sinnvollen Effekten
realisieren.
Die Effekte: man kann (maximal) zwei Algorithmen laden und diese
in Serie oder parallel betreiben. Nicht besonders beeindruckend...dafür
habens die Algorithmen in sich. Natürlich gibts auch ganz einfache
und klassische Chorus, Delay usw., aber dazu hat uns Eventide sein
ganzen komischen Manifold, Ultratap, Vocal Wa und wie sie alle heißen
spendiert. Und wenn man sich die "einfachen" Effekte anschaut, so
kann man die zumindest bis ins kleinste Detail tunen.
Zur Modulation kann man LFOs, Envelopes,
einen Envelope Follower, die Pedale, MIDI controller und
die MIDI clock einsetzen. A propos Clock: die meisten der Effekte
basieren auf einer system clock (das Tempo kann per Effekt
abgespeichert werden), die man selbstverständlich auch
auf eine externe MIDI Clock syncronisieren kann. Ab Software
Version 3.00 spuckt der Eclipse diese Clock auch am MIDI Out
aus (und benutzerdefinierbare Skalen kann er jetzt übrigens
endlich auch !!!)
Also wie macht sich das
Ding so im Alltag? Mein Einsatz ist in meinem Rack gespeist
vom Effect Send eines Pultes und auch zurück ans Pult. Außerdem
ist er mein MIDI Clock Master (wird von nem FCB1010 getappt),
und hat auch noch zwei private Expression Pedals. In meinem Setup
bombardiere ich ihn mit Bass, Gitarre, Synthesizer, Saxofon,
Posaune, Drum Machine und vokalen Geräuschen. Richtig
glänzen kann der Eclipse durch seine komplexeren Algorithmen.
Und hier sehe ich auch ein wenig eine Einschränkung: für
den normalen Einsatz (so mal eben ein Delay, gefolgt von
nem Flanger) kann sich der Eclipse speziell für den Instrumenten/Live-Einsatz
nicht stark genug von viel billigeren Konkurrenten abheben. Eine
Kombination aus Manifold Alpha und Reverse 20 ist natürlich
mit denen nicht zu machen - wird aber außer für Solo-Künstler
kaum Anwendung finden. Und durch die Systemstruktur mit mächtigen
Algorithmen aber von denen nur zwei sind auch so kreative Konstrukte
wie bei meinem FireworX nicht möglich (und auch die Modulationsmöglichkeiten
sind bei dem viel besser).
Alles in Allem: Er klingt natürlich super...punkt. Feines Pitch
Shifting, sehr gute Reverbs (vor allem aber die surrealen), und
ein paar total abgefahrene Sachen. Allerdings alles Sachen, die
z.B. ein FireworX recht schön kann - mit einem "Straßenpreis" der
ungefähr bei 40% liegt. Und damit zahlt man den Rest für die richtig
komischen Algorithmen, die sowieso nur die recht experimentellen
Soundtüftler brauchen werden - ob sich für die der ROI ergibt? |
| Bewertung: |
| Stabilität/Zuverlässigkeit: | 10 / 10 |
| Sound: | 10 / 10 |
| Bedienbarkeit/Features: | 10 / 10 |
| Preis/Leistung: | 6 / 10 |
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| GESAMT: | 8 / 10 |
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