Stick Enterprises Chapman Stick (10-saitig) (USA, 1997)
weder Baß noch Gitarre, eben ein Chapman Stick!
Reviewer: Johannes
Website: http://www.stick.com
Typ: Elektrisch Magnet-PUs (10saitig)
Preis: 1600 $US (Neu)
Korpus: Ahorn, laminiert
Hardware: verchromt
Hals: siehe Body
Griffbrett: siehe Hals
Bundierung: 24 Bünde, Stahl(!)
Pickups: je 1 Humbucker für Bass- und Melodiesaiten (passiv)
Elektronik: je 1 Volumenpoti für Bass- und Melodiesaiten (passiv)
Fazit: Der Chapman Stick ist weder ein Baß noch eine Gitarre. es ist mehr eine Kreuzung aus beidem, wobei wohl in der Ahnenreihe auch noch ein Keyboard herumsprang. Gespielt wird er nämlich mit zweihändigem Tapping, und für diese Spieltechnik ist er auch entwickelt und optimiert worden. Wer dabei nur an Eddie Van Halen denkt, denkt nicht weit genug. Der Stick eröffnet viel mehr Möglichkeiten, als man zuerst so denken mag. Von Baßlinien über Akkordspiel bis hin zu gitarrenähnlichen Soli ist alles möglich, und das auch noch gleichzeitig!
Der Stick ist hat normalerweise 10 Saiten, 5 Baßsaiten in Quinten und 5 Melodiesaiten in Quarten gestimmt (es gibt auch 8- und 12saitige Varianten), beide Saitengruppen haben einen eigenen Pickup, damit ist der Stick also Stereo, beide Saitengruppen können getrennt verstärkt und mit effekten bearbeitet werden.
Die Bespielbarkeit ist traumhaft, man braucht fast keine Kraft, um dem Instrument Töne zu entlocken. *Wie* wenig mußte ich auch erst mal lernen, nachdem ich anfangs viel zu stark gehämmert hatte.
Verarbeitung: erste Sahne, keinerlei Beschwerden.
Optik: es ist halt ein Stick - ich finde das Design klasse (und wie durchdacht es bis ins Detail ist, habe ich auch erst mit der Zeit gemerkt).
Sound: wegen des Sounds vor allem der Baßsaiten habe ich überhaupt erst angefangen, mich für dem Stick zu interessieren. Sehr perkussives Attack mit langem Sustain dahinter, wie eine Mischung aus E-Baß und Klavier. Die Melodiesaiten haben einen ähnlich eigenen Charakter, klingen ähnlich wie getappte Gitarre, aber dann doch wieder anders, dank der langen Mensur.
Fazit: Vorsicht, wenn man sich darauf einläßt, kann der Suchtfaktor sehr groß werden! Symptome wie Schlaflosigkeit wegen nächtelangen Spielens und verstaubende Gitarren oder Bässe sollten einkalkuliert werden!
Bewertung:
Bespielbarkeit: 10 / 10
Sound: 10 / 10
Optik: 10 / 10
Preis/Leistung: 10 / 10

GESAMT: 10 / 10
 
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