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Melodisch-Moll (MM)
Nun hat dieser Mammut-Schritt VI zu VII in Harmonisch-Moll
(übermäßige Sekunde) auch wieder Nachteile, vor
allem für die Vokalisten. Also erweiterte man HM zu Melodisch-Moll, indem
im Aufwärtsgehen nicht nur die VII. Stufe, sondern auch die VI. Stufe um
einen Halbton gegenüber NM erhöht wurde. Beim Abwärtsgehen kehrte
man dann aber wieder zu den NM-Intervallen zurück. MM ist also eigenständig
beim Aufwärtsgehen, NM-identisch beim Abwärtsgehen.


Interessant sind hier wieder die Tetrachorde. Der
erste steht in Moll, der zweite in Dur.
Damit wurde aber diese Tonleiter auch etwas sperrig
zu handhaben. Bis, ..., ja, bis die Jazzer kamen und MM zur ihrer Jazz-Moll-Leiter
(JM) erklärten, indem sowohl aufwärts als auch abwärts die gleichen
Intervalle verwendet wurden. Deshalb lassen wir MM in klassischer Reinform weg
und betrachten nur das modernere JM als MM.
JM hat wieder ein eigenes Intervall-System, ist
daher Stamm-Tonleiter und hat eigenständige Modi und Stufen-Akkorde. Merken
kann man sich MM als Natürlich-Dur mit einer kleinen Terz.
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