Die Modes

Auch hier entstehen teilweise abenteuerliche Skalen. Aber ich finde sie auch sehr inspirierend! Die Modes von HM passen eher in die Ecke ausserweltlich oder multi-kulti denn jazzig oder avantgardistisch. Aber ich fand es auch sehr interessant, wie sich innerhalb von HM zuerst scheinbar Atonales zusammenfügt.

Die Namen der Modes von HM sind insbesondere in der englisch-sprachigen Literatur vielfältig. Es wird auch offensichtlich, dass nicht alle Modes von HM praktisch von Nutzen sind.

Modus

Intervalle

 

Harmonic Minor

1 – 2 – b3 – 4 – 5 – b6 – 7

Na ja, wenn man etwas altertümlich klingen will, ist HM pur brauchbar.

Locrian 6

1 – b2 – b3 – 4 – b5 – 6 – b7

Vielleicht nicht ganz so sinnig.

Ionian #5

1 – 2 – 3 – 4 - #5 – 6 – 7

So a’la Rush-Riffs könnten daher stammen, wie z.B. in 2112.

Dorian #4

1 – 2 – b3 - #4 – 5 – b6 – b7

Sie klingt unausgewogen, daher ebenso nicht sehr brauchbar.

Phrygian Dominant

1 – b2 – 3 – 4 – 5 – b6 – b7

Eine Moll-Leiter mit einem prägnanten Start, sehr schön.

Lydian #2

1 - #2 – 3 - #4 – 5 – 6 – 7

Auch nicht übel, der Anfang klingt ein wenig wie Blue Notes.

Altered Dominant bb7

1 – b2 – b3 – b4 – b5 – b6 – bb7

Kann nur was für Jazzer sein.

Harmonic Major

1 – 2 – 3 – 4 – 5 – b6 – 7

Kurzfrist-Substitut für ND

Und wegen der Intervall-Verteilung ist hinsichtlich Intervall-Namen auch einiges Jonglieren notwendig, um die Intervalle zu gliedern (merke: ein Intervall, z.B. 5, darf in einer Leiter nur einmal vorkommen. Deshalb auch b4 statt 3 und b6 statt #5 in HM7).