|
Hinweise
Dieses Heft ist nichts anderes als ein Arbeitsbuch,
eine Art elektronisches College-Heft, das ich verwende, während ich mich
intensiver und tiefer mit Leitern beschäftige. Bitte nicht mehr darin sehen.
Als Idee, als Hilfsmittel oder einfach als Trigger.
Näxte Frage: wenn das nun wirklich Fortschritte
bringen kann, so mit den Leitern, muss man das alles auswendig lernen? Wenn
ja, wie zum Teufel merkt man sich das denn alles und wofür, von den kryptischen
Namen bis zu den seltsamen Akkordformen? Der Sound kommt doch sowieso aus dem
Fingern, oder?
Natürlich muss man nicht alles auswendig
lernen, kann man auch gar nicht, es sei denn, man wendet es täglich an
(Grüße an die Freunde am GIT!). Die Auseinandersetzung mit Leitern,
Modi und Harmonisierungen kann aber als kreativer Anschub dienen. Es ist ein
erster Fortschritt bereit zu sein, die eingefahrenen Muster zu verlassen und
zu lernen, dass Harmonik nicht auf Dur und Moll beschränkt ist. Dass viel
mehr möglich sein könnte, wenn man sich denn nur wagte. Daher ist
dies kein Lehrbuch, sondern nur ein Arbeitsbuch, ein Fahrplan, ein Index, durch
den ich mich hindurch arbeite. Und so sehe ich auch den Verwendungszweck, nämlich
als einen Fahrplan. Tickets lösen und einsteigen muss man selbst.
Ob ich allerdings in sechs Monaten noch weiß,
was ich hier getrieben habe ... und doch, es wird etwas zurückbleiben.
Und sei es nur, dass mich ein Gitarrist fragt, was ich da spiele und ich antworte:
"Nur ein Riff in Aeolian Major, nix Besonderes ..."
Dringende Hinweise
Diese Seiten stammen von einem Bassisten. Daher
sind die gezeigten Patterns natürlich auch für einen Bass gezeigt,
nicht für Gitarre, es sei denn, man nutzt nur die unteren vier Saiten.
Ansonsten ins Literaturverzeichnis schauen.
Die angegebenen Patterns sind maximal zwei mögliche,
was nicht heißt, dass es nicht noch weitere gibt. Die Entwicklung weiterer
Patterns ist auch ein Teil der Eigenarbeit. Dazu gehört auch die Ausdehnung
der Patterns über das gesamte Griffbrett. Aber einige Patterns sind auch
tolle Streckübungen.
Mein Vorgehen ist wie folgt: Fakten und Daten für
die einzelnen Leitern nehme ich aus der Literatur oder entwickle sie von dort,
wo ich eigenes Material habe (z.B. Modi von Dur). Harmonisierung dann mit Schreiber
und Papier oder Chord Clock. Es ist Arbeit, aber ich rate nur mit Nachdruck
dazu, sich die Zeit zu nehmen, so dass die Dinge einsickern ins Unterbewusstsein.
Patterns entstehen durch praktische Umsetzung. Und nun die Fußangeln.
Ich habe viel an Literatur benutzt, gedruckt, elektronisch
oder wie auch sonst, nicht neu entwickelt. Sammler- und Jäger-Mentalität.
Und siehe da, die Kollegen von der professionellen Front sind sich auch nicht
einig. Der eine sagt, es ist der und der Stufenakkord, der nächste wieder
was ganz anderes. In vielen Fällen habe ich keine eindeutigen Beschreibungen
und Erklärungen finden können.
Überhaupt scheint die Privatisierung in der
Musik-Theorie um sich gegriffen zu haben. Ich bin sogar auf unterschiedliche
Definitionen von Modes und Akkorden gestoßen. Lustig fand ich das weniger.
Es können also objektive und subjektive Fehler
enthalten sein. May the force be with you.
|